POLYGLAMOURÖS

INTERVIEW MIT GABRIEL STAROBINSKI - BAZID ONLINEMAGAZIN




>> Manchmal ist es so das ich mit einem Thema ein Bild beginne und dann erkenne ich im Schaffensprozess noch andere Themen die ich dann in das Bild einfliessen lasse.

Und es kann sein das ich am Ende eines Bildes mich mit 25 Themen beschäftigt habe <<

So Gabriel Starobinski im Gespräch mit mir in seinem Privaten Atelier in Basel. Aus Gabriels Starobinski`s Bildern sprudelt alles an Emotionen, und doch wirken Sie in sich ruhend. Eine wunderbare Kombination aus einer an Graffiti angelehnter Technik und Texten, welche er zum grossen Teil aus der Musik aufnimmt die er zum malen hört. Er spielt mit Vorstellungen und Parallelen Universen in denen jeder alles sein kann und alles möglich ist. Er wirft Fragen auf wie : „Was wäre wenn Jesus ein Alien wäre oder Maria Zwillinge bekommen hätte.?“ Im ersten Moment schmunzelt man vielleicht, aber Gabriel Starobinski drängt uns auf eine sehr schöne Weise anders zu sehen, Gedanken umzukehren und Blickwinkel zu ändern. >> Wieso nennst du deine Ausstellung in der Galerie Panda „POLYGLAMOURÖS“ ? << Frage ich Gabriel der mir gerade seine Notizbücher präsentiert mit denen er seine Malarbeiten vor Jahren begonnen hat, und welche er immer weiterentwickelt und neu verarbeitet. >> Polyglamourös kommt von polyamourös und glamourös. Glamourös beschreibt die meisten meiner Bilder ziemlich gut. Gleichzeitige Elemente von Freude, Extase, Party, Ausgang, Sexualität, und Fröhlichkeit. Auf den meisten Bildern sind Gesichter und Personen der Hautbestandteil. Viele davon sind auch echte Menschen die man aber nicht erkennt.>> >> Mit was für Materialien arbeitest Du ? << >> Zum grossen Teil mit Pastellstiften. Zum Teil auch mit Acrylfarbe aus der Tube. Ich benutzt keine Pinsel. Ich kann nicht so exakt arbeiten mit Pinsel, so wie ich das möchte, und weil ich die ganze Zeit Farben wechsle hätte ich viele Pinsel und Wassertöpfe. Ich schätze es an diesen Stiften das ich den Deckel zu machen kann und alles ist versorgt. Wenn ich allerdings mit Farbe aus der Tube male dann male ich mit meinen Händen. In meinen Bildern wiederholen sich gewisse Dinge. Hörner kommen immer wieder darin vor. Auch habe ich gewisse Codes eingebaut. Fröhlichkeit erscheint in dem Tränen nach oben fliessen. Bei Traurigkeit fliessen sie nach unten.<< >> Wo war Deine letzte Ausstellung ? << >> Ich habe beim Café Singer ausgestellt. Das Bild war ein extra für das Café Singer gemaltes Werk.<< >> Du bemalst nicht nur Leinwände wenn ich mich recht erinnere.? << >> Richtig ! Diverse Materialien. Schuhe, einen Rucksack, und was mich gerade inspiriert. Ich möchte Freude darstellten welche auch in verschiedenen Facetten gezeigt wird. Überschäumende Freude bis zur nachdenklichen Freude. lächelnde oder traurige Freude. Also die gewollte Freude in der Trauer. Also Temporäre Glücklichkeit........<<

Diese Parallelwelten von Zukunft, Vergangenheit, und Gegenwart, lässt einen sich in seiner eigenen Welt fragen . Was wäre wenn............. In Gabriel Starobinski `s Bilderwelt spürt man die Stärke eines Jungen Künstlers, die Kraft und den Mut zu kritischen Fragen, ungewöhnlichen Darstellungen, und die Gabe Alles miteinander stimmig zu vereinen. Er ermutigt uns selber nachzudenken und über den Tellerrand mit einem zwinkern hinaus zu blicken, und dabei mit Ernsthaftigkeit in uns selbst zu sehen........ und so sind wir doch alle ein wenig „ POLYGLAMOURÖS“.





 

Bildarbeiten & Texte: Copyright: Nicole Strube - Westside Room